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Foto: Wolfgnag Behrens/Grüne Woche 2016

Ein alter Spruch an den Wänden in klassischen deutschen Wirtshäusern lautet bis heute: „Hopfen und Malz-Gott erhalts.“ Deutschland ist für die Freunde des edlen Gerstensaftes ein wahres Paradies. Das Reinheitsgebot ist ein halbes Jahrtausend alt und garantiert bis heute, also im Internetzeitalter, das nur Hopfen, Wasser und Malz in das Bierfass, die Bierflasche oder das Bierglas kommen dürfen.

In manchen anderen Ländern, das betrifft schon unsere Nachbarn in Belgien beispielsweise, darf Bier aus Obst hergestellt werden. Der deutsche erwachsene Verbraucher mag ja mal im Urlaub in Belgien ein Kirschbier probieren und in anderen Ländern ein Bier aus Reis oder Hirse, der Deutsche probiert nur solche Exoten. Er bleibt dem Gerstensaft aus Hopfen und Malz treu. Das liegt sicherlich daran, dass man hierzulande zahlreiche Brauereien und Biersorten aufweisen kann. Vielfältig ist die Zahl der unterschiedlichsten Brauereibesitzer. Es gibt große Aktiengesellschaften. Private, meist mittelständische Brauereien und die 1-Mann-Hausbrauerei. Letzteres bedeutet im Normalfall, in einem Kleinstbetrieb werden keine Dosen und Flaschen abgefüllt. Der Brauer produziert sein Bier in Fässern für seine eigene Gaststätte und beliefert vielleicht noch die Theaterkantine seiner Stadt und die Gaststätte im heimischen Fußballstadion mit seinem Produkt. Manchmal stellt der kleine Betrieb nur 1 oder 2 Sorten Bier her, allein aus Kapazitätsgründen schon. Was die Biersorten angeht, kennt man hierzulande u. a. Alt, Kölsch, Pils, Export, Malztrunk (das stark zuckerhaltige Bier ist alkoholfrei), Schwarzbier, Bockbier, Weizen in den Ausführungen Hell und Dunkel, Berliner Weiße und das Bier ohne Alkohol. Biermischgetränke sind besonders bei jungen Erwachsenen sehr beliebt. Bier ist heute noch bei dem ein oder anderen Kloster die Haupteinnahmequelle. Natürlich sind nicht alle Biernamen, die noch einen Bezug zum Mönchstum haben, heute noch in den Händen der Geistlichen. Namen wie Franziskaner, Kapuziner, Kloster Andechs-Bräu oder Neuzeller Klosterbräu weisen auf eine segensreiche Herkunft hin. Aus den Klostermauern kommt bestimmt auch die Weisheit: „Hopfen und Malz-Gott erhalts.“ (Text:/Bild: Wolfgang Behrens)

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