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Am 18. April stand Berlin ganz fest im Zeichen des Sports. Die Ehrungen „Sportler des Jahres“ wurden bei den Laureus Awards verliehen. Diese hochkarätige Veranstaltung findet im jährlichen Wechsel an verschiedensten Orten statt, in diesem Jahr kam die Bundeshauptstadt als Austragungsort zum Zuge. Tennisspieler standen im Vordergrund bei der Preisvergabe! Der Serbe Novak Djokovic und Serena Williams aus den USA durften die begehrten Preise in Empfang nehmen. Für Novak Djokovic ist die Preisverleihung schon beinahe zur Routine geworden. Er wurde bereits vergangenes Jahr geehrt und 2012. Die Jury aus über 50 Mitgliedern der Laureus-Academy entschied sich für den Tennisprofi und dieser setzte sich somit gegen Sportgrößen wie Weltfußballer Lionel Messi vom FC Barcelona und Sprint-Weltrekordler Usain Bolt durch.

Auch Routine ist die Würdigung für Serena Williams. Sie konnte sich zum 3. Mal über ihren Laureus-Award freuen. Bereits 2003 und 2010 wurde sie geehrt. Der Österreicher Niki Lauda bekam eine Preisauszeichnung für sein Lebenswerk. Rugbyspieler Dan Carter aus Neuseeland erhielt den Preis in der Sparte „Comeback des Jahres.“ US-Golfer Jordan Spieth erhielt den Preis in der Kategorie „Durchbruch des Jahres.“ Ein Sportler aus Deutschland kam in Berlin auch zum Zuge. Triathlet Jan Frodeno, der Ironman-Weltmeister, erhielt den Preis als „Actionsportler des Jahres.“ Die besten Sportler des vergangenen Jahres wurden in verschiedenen Kategorien mit dem Laureus-Award ausgezeichnet. Tränen kamen bei vielen Anwesenden auf, als eine Würdigung posthum verliehen wurde. Der im März gestorbenen niederländische Fußballspieler und spätere Trainer Johan Cruyff erhielt sie. Sein Sohn Jordie nahm die Würdigung für seinen Vater unter Tränen entgegen. Mit stotternder Stimme und auch Tränen in den Augen teilte der ehemalige niederländische Fußballnationalspieler Ruud Dil Gullit, Europameister des Jahres 1988, mit: „Johan Gruyffs Tod schmerzt mich immer noch.“ Der Fußball in den Niederlanden hätte nie seinen herausragenden Stellenwert ohne Johan Cruyff erhalten. Bei allen Erfolgen ist der Verstorbene „immer bodenständig und hilfsbereit“ geblieben. Tim Zeelen nahm ebenfalls an der Gala teil. Der Reinickendorfer CDU-Politiker gehört dem Berliner Abgeordnetenhaus an und ist dort u. a. Mitglied des Sportausschusses. Er sagte im Pressegespräch: „Die Würdigung für den kürzlich verstorbenen Johan Cruyff ging wirklich unter die Haut.“ Als sehr angenehm empfand der Parlamentarier, dass „Preisträger Novak Djokovic sich mit mir ausgetauscht hat. Er spricht ein fehlerfreies Deutsch und tritt sehr höflich und bescheiden auf. Das war für mich ein ganz besonderes Erlebnis, diesen internationalen Spitzensportler näher kennengelernt zu haben. An dieser Stelle muss man auch einmal Laureus danken, diesen Award in Berlin ausgerichtet zu haben. Hier ist Laureus immer willkommen, daher würde ich mich sehr freuen, wenn es nicht allzu lange dauert, bis in Berlin wieder ein Laureus-Award stattfindet.“ Kein geringer als Hollywood-Größe Bill Murray, der u. a. aus den Garfield-Filmen, „Tootsie“ und „Rock the Kasbah“ bekannt ist, moderierte die Gala vor knapp 600 geladenen Gästen. (Text/Fotos: VTN)

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