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Moderatorin Judith Rakers mit den diesjährigen Preisträgern: Frank Marrenbach, Albert Weinzierl und Rudi Kull (v. l.)

Mit dem Branchenpreis Hotelier des Jahres werden seit 1990 Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße um die Hotellerie verdient gemacht haben. Der Preis gilt einer persönlichen unternehmerischen Leistung, die von bedeutendem Einfluss für die Entwicklung der Hotellerie ist. Verliehen wird er einmal jährlich von der AHGZ – Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung im festlichen Rahmen mit über 1.000 geladenen Gästen. Die Hotelbranche traf sich am 1. Februar natürlich in einem Hotel, im Interconti in Berlin-Charlottenburg. Traditionell führte Judith Rakers, Nachrichtensprecherin der Tagesschau vom NDR und Talkshowmoderatorin, durch den Abend. Mit dem „Special Award“ werden seit 1994 Hoteliers für ihr Lebenswerk bzw. für herausragende Konzepte geehrt.

Der CEO der Oetker Collection und geschäftsführende Direktor des Brenners Park-Hotel & Spa in Baden-Baden, Frank Marrenbach, ist Hotelier des Jahres. Der Special Award geht an die Gastronomen und Hoteliers Rudi Kull und Albert Weinzierl von der Kull & Weinzierl GmbH & Co. KG aus München. Marrenbach ist seit 2008 CEO der Oetker Collection mit derzeit neun einzigartigen Hotelperlen sowie seit 2000 geschäftsführender Direktor des Brenners Park-Hotel und Spa in Baden-Baden. Mit einem Jahres-Nettoumsatz von 21,7 Mio. Euro und einer durchschnittlichen Rate von 532 Euro führt das 5-Sterne-superior-Hotel seit vielen Jahren die Top-Durchschnittpreis-Liste der umsatzstärksten Hotels in Deutschland im AHGZ-Ranking an. Die Inhaberfamilie Oetker hat das Haus 1941 gekauft. Der Erfolgsgastronom und -hotelier Rudi Kull hat mit seinem Geschäftspartner und Architekten Albert Weinzierl die Münchner Innenstadt wiederbelebt. Innerhalb weniger Jahre erschufen sie in der Landeshauptstadt des Freistaates Bayern ein Gastronomie-Imperium, zu dem heute acht Betriebe zählen: das Cortiina und das Louis Hotel, der Brenner Grill, das Riva im Tal, das Buffet Kull, die Bar Centrale, das Riva Schwabing und die Bar Giornale. Zusammen erwirtschaften sie einen Umsatz von 34 Mio. Euro, rund 500 Mitarbeiter sind für das Unternehmen derzeit tätig. Im Interconti trafen wir auch Klaus-Dieter Richter an. Der Gastronom ist Berliner Vizepräsident der DEHOGA, des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband. Herr Richter teilte uns mit: „Die heutigen Preisträger haben mit Fug und Recht diese Würdigung verdient. In der gesamten Branche werden ihre Leistungen gelobt. Es ist ja auch so, diese Würdigung ist für uns, die wir aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe kommen, von so großer Wichtigkeit, als wenn ein Schauspieler voller Stolz berichten kann, er hat den Oscar gewonnen.“ Den Abend zur Galafeier HOTELIER DES JAHRES begleitete ein ehemaliger Kollege! Özcan Cosar, heute erfolgreicher Komödiant, verdiente einst sein Geld als Barmann. Auch als Zahnarzthelfer war er früher tätig. Den geladenen Gästen in Berlin teilte er mit: „Mein Stuttgarter Stadtteil Hausen ist so etwas wie die Hölle auf Erden. Dagegen ist Neukölln wie Beverly Hills." Er, der die Hotelwelt ja so gut aus seiner Zeit als „Mann am Bartresen“ kennt und als Türke sogar weiß, das Wort Bar kommt aus dem französischen Sprachgebrauch und leitet sich von Barriere ab, sprach auch das Tanzverhalten in Hotelbars und Discos an. Mit einem Spagat illustrierte er sportlich gekonnt seine humorvollen Ausführungen. Da „Türke nix gut, nix viel Chancen bei die deutschen Mädels“ ist er auf den Trick gekommen, sich als feuriger Argentinier auszugeben, der perfekt Tango tanzen kann. Die starken physischen Darbietungen und die hervorragende Musikalität und die Wortspielereien des Künstlers sorgten für einen Abend der Spitzenklasse. Mit Özcan Cosar gelang den Veranstaltern ein wahrer Glücksgriff. Man muss ihn beispielsweise erleben, wie er als Bäcker für Biodeutsche Biobrot backt und dazu auch seine Kommentare gibt. Dabei werden weder die Kunden, die Deutschen im Allgemeinen noch seine Chefin in der Backstube verschont. „Alles ist Bio-Bio-Bio“ lautete seine Aussage. Zur Not spuckt man in den Teig und setzt ein kleines Fürzchen dazu ab, dann ist es „Oberbio-Light und die Leute berappen dafür ein Schweinegeld.“ Minutenlanger und starker Applaus der Gäste aus der Hotelbranche zeugten von der Begeisterung, die der türkische Schwabe oder der schwäbische Türke hinterließ. Niemand dieser Gäste war Özcan Cosar gram, dass er den Beruf des Barmanns gegen den des Komödianten aufgegeben hat. (Text: VTN)

Impressionen - HotelExpo 2016 und Hotelier des Jahres/Fotos: Bozena Behrens

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