P1070590Trotz glühender Hitze, die sich auch noch um 18 Uhr am 10. Juni 2014 über Berlin hielt, standen rechtzeitig zahlreiche Kunstinteressierte vor der Botschaft der Republik Estland. In diesem Moment konnte noch niemand im geringsten ahnen, was sich unter dem Titel der gerade neu eröffneten Ausstellung „_die üBERLINIEN” verbirgt. Niemand wusste auch, was ihn da in der Estnischen Botschaft erwartet... sicher etwas kühler Schatten, sicher auch ein wenig Kunst und Kultur, ein Glas Wein...oder doch noch mehr ... Die Estnische Botschaft ist schon fast zu einer kleinen kulturellen Oase in Berlin geworden. Und dies vor allem durch Kulturattaché Harry Liivrand, der immer wieder neue Projekte wagt, der ständig neue Wege sucht, der stets besorgt ist, wie man die Kunst an alle heranbringen könnte, egal ob alt oder jung, ob man viel oder wenig von der Kunst versteht …

Zur Eröffnung der Ausstellung von Björn Koop „_die üBERLINIEN” wurden die Gäste von der Botschafterin Dr. Kaja Tael und vom Kulturattaché Harry Liivrand begrüßt. Für die musikalische Umrahmung sorgte Solocellist Indrek Leivategija, der seit April 2012  stellvertretender Solocellist bei den Bamberger Symphonikern ist. Jung, bescheiden, natürlich und ehrlich - diese Attribute charakterisieren die beiden jungen Künstler, den 32-jährigen estnischen Autodesigner Björn Koop und den noch um ein paar Jahre jüngeren Solocellisten Indrek Leivategija, der bereits im Alter von 5 Jahren mit dem Cellounterricht begann. Für beide war es der erste Auftritt in der Botschaft der Republik Estland, und ohne Zweifel war es ein sehr gelungener Auftritt, ein Riesenerfolg, den die Gäste mit viel Beifall belohnten.

Der estnische Autodesigner Björn Koop, der nach dem Abschluss der Estnischen Kunstakademie in Tallinn sein Studium in Turin und in Paris fortsetzte, ist seit 2007 bei KIA Design Center Europe in Frankfurt a.M. tätig. Wie bereits der Titel „die üBERLINIEN“ vermuten lässt, geht es in der Ausstellung vorwiegend um Linien. Der Künstler konstruiert zunächst seine Bilder mittels Klebebändern, so dass viele Linien entstehen und übermalt sie anschließend mit Acrylfarbe. Daher das Wort „über“ im Titel. Dazu kommt das Wort „Linien“. In der Kombination beider kann man dann das Wort „Berlin“ erkennen. Die Motive der Werke sind Autos, Wagenfragmente, Motorräder, Metropole-Panoramas, hübsche Mädchen – alles gehört zusammen, alles sind Motive einer dynamischen Stadt und einer gelungenen Autopräsentation. Alle Gemälde hat Koop in 2014 speziell für Berlin gemalt.

Björn Koop stellt zwar diverse Motive in seinen Bildern dar, aber sie alle haben etwas gemeinsam: sie sind durch Linien erschaffen. Der Künstler sammelt Ideen, während er den Rhythmus und die Architektur von Orten, die er besichtigt, aufnimmt und bearbeitet. Für die Entstehung der Werke waren Björn Koop Berlin und die Botschaft als geschichtsträchtige Orte eine besondere Inspirationsquelle, wobei er die einzigartige Vergangenheit der Stadt sowie ihr modernes und kreatives Flair mit Futurismus kombinierte.

Die Ausstellung in der Estnischen Botschaft dauert bis zum 19. September 2014.

 

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